BANDS

Seit ihrem Abschluss an der Schauspielschule verspürte Anna Maria stets den tiefen Wunsch, sich auch in der Musik auszudrücken. 2013 gründete sie schliesslich ihr Jazz-Quintett, mit dem sie ein Jahr später ihre erste Platte aufnahm und tourte. Mit der Gründung ihres Trios  LOVE&LOST  geht sie weiter ihren Weg als Sängerin.

Anna Maria Sturm Quintett

Ursprünglich wollte die Schauspielerin Anna Maria Sturm nur Aufnahmen für ihr Demoband machen; die Chemie mit den Musikern stimmte jedoch von Anfang an und weniger als ein Jahr später wurde bereits ihr Debut-Album “TALES OF WOE”  in gleicher Besetzung aufgenommen.
Die Platte stellt vor allem Songs aus den 20er bis 50er Jahren des “Great American Songbook”, sowie Chansons des französischen “enfant terrible” Serge Gainsbourg in den Mittelpunkt.  

Der israelische Pianist Uri Gincel begann mit 15 Jahren Klavier zu spielen und studierte anschliessend an der “ Alon High School for the Arts”.
Noch in Israel komponierte er die Musik für den preisgekrönten Film “Julia Mia” unter der Regie von Yuval Granot. 2009 zog der Pianist nach Berlin. Er spielte unter anderem mit Ofer Ganor, Arnie Lawrence, Kurt Rosenwinkel, Bill Summers, Walter Blending und John Bostock.

 
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Der Däne Andreas Lang gehört zu den gefragtesten Bassisten im europäischen Raum. Mit 16 Jahren begann er, Bass zu spielen und studierte daraufhin am Konservatorium “Carl Nielsen Academy of Music” in Odense.
2007 zog auch er nach Berlin. Er arbeitete mit zahlreichen Musikern in Europa: Anders Mogensen, Hans Ulrik, Kresten Osgood, Mads la Cour, Felix Wahnschaffe, Rudi Mahall, Christian Lillinger, Oliver Steidle, Gunter Hampel und mit vielen mehr.
Mit der Band “Hütte” gewann er den “New German Jazz Award 2013”.

 

Der Saxophonist Wanja Slavin begann bereits mit 6 Jahren Klarinette und Piano zu spielen. Er wurde zuerst von seinem Vater unterrichtet und fing später mit 15 Jahren auf dem Richard-Strauss-Konservatorium in München an, Saxophon zu studieren. Ferner studierte er Filmmusik an der HFF Potsdam Babelsberg. Als bekannter und begehrter Solist in vielen Bands arbeitete er zum Beispiel mit Joachim Kühn, Kenny Wheeler, Médéric Collignon und Peter Evans zusammen. Mit seinen eigenen Bands, wie den “Wanja Slavin Lotus Eaters” oder "Amok Amor" war er schon auf zahlreichen Festivals eingeladen und gewann einige Preise.
 

Tolle Jazzarrangements treffen dabei auf eine interessante, bezaubernde Stimme, die sich dem Hörer nicht sofort erschließt. Ihr wohnt etwas Unheimliches inne, eine Melange aus Wärme und Distanz, Vertrautheit und Entfremdung.
— Julian Auringer, DIE KOPFHOERER.EU
 
 

Love&Lost

Mit dem Projekt Love&Lost erzählen die drei jungen Musiker die Geschichte einer Liebesbeziehung mit all ihren Höhen und Tiefen, ihrer Glücksmomente und Schattenseiten, bis in den Tod hinein.

Einerseits werden Lieder aus Robert
Schumann´s  Zyklus  ‘Frauenliebe und Leben’ interpretiert, andererseits werden Songs der 1963 verstorbenen Sängerin Patsy Cline, der ´Queen of Country´, vorgetragen. 

Auf den ersten Blick mag die Mischung aus Country und Klassik gegensätzlich wirken. Der Schmerz und die Liebe, welche den Liedern innewohnen, zeigen sich jedoch in jeder Epoche. Die Irrungen und Wirrungen der Liebe sind zeitlos.

 Anna Maria Sturm wird von der klassisch ausgebildeten Cellistin Boram Lie -festes Mitglied im Solistenensemble Kaleidoskop Berlin- sowie dem israelischen Jazz-Pianisten Uri Gincel begleitet.

LOve&LOst hat am 16. Februar 2017 seine Uraufführung im Künstlerhaus Schwandorf gefeiert!

...eine musikalische Veranstaltung ganz besonderer Intensität...
— Reinhold Tietz, ONetz

MUSIKALISCHE LESUNGEN

Mit ihren musikalischen Lesungen sucht Anna Maria immer mehr, Text und Musik ineinander fliessen zu lassen. Auch ergreift sie hier die Chance, Texte von Schrifstellern vorzutragen, die ihr am Herzen liegen.  Zusammen mit dem Saxophonisten und Komponisten Wanja Slavin, mit dem sie schon eine lange Zusammenarbeit verbindet, erarbeitete sie bisher zwei Abende. Und es gibt noch so viel mehr wundervolle Literatur, die es zu entdecken gibt…

IN HORA MORTIS

Anna Maria Sturm_In-Hora-Mortis

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhardt (1931-1989)  zählt zu den bedeutendsten Autoren der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Vor allem bekannt durch seine Romane und kurzen Prosastücke, hat man den Lyriker Thomas Bernhardt fast vergessen.
Der 1958 erschienene Gedichtzyklus "In hora mortis" ("In der Stunde des Todes") zählt zum Frühwerk des Dichters und war der zweite Lyrikband den er veröffentlicht hat. Danach hat er - laut eigener Aussage - “Nie wieder Lyrik geschrieben”.

Anna Maria rezitiert während des Abends den gesamten Gedichtzyklus, Wanja Slavin begleitet sie auf dem Saxophon und der Klarinette.

Und während die Zuhörer im Künstlerhaus Thomas Bernhards „Geschmack der Ewigkeit“ nachspüren, wird klar, dass Sturm mit ihrer einfühlsamen Vortragsweise genau den Geist seines Gedichtes getroffen hat, das nicht „gemacht“, sondern in höchstem Maße empfunden wurde.
— Micha Matthes, MITTELBAYRISCHE ZEITUNG

CHARMS / GOGOL

Anna Maria Sturm-Charms-Gogol

Charms’ Texte unterscheiden sich von allem, was in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gedruckt wurde. Sein Nachlass umfasst die meisten literarischen Gattungen und lässt sich ohne Kenntnis seiner Lebensumstände wohl nur schwer erschließen: Er sah die Nichtigkeit und die Leere des mechanisierten Lebens, die Verknöcherung im Automatismus des Denkens, Fühlens und des Alltagslebens.
Charakteristisch dabei ist die Kürze seiner Texte, welche immer wieder unter die stalinistische Zensur fielen.

Der ukrainisch-russischen Schriftsteller Nikolai Gogol ist ein weiterer Meister der grotesken Prosa und Charms’ erklärtes grosses Vorbild.

Slavin und Sturm versuchen in dieser Lesung,  den Zuhörer in die Welt dieser beiden besonderen Schriftsteller zu entführen.

 

“Soweit habe ich es gebracht
Ich habe Angst vor dem Leben
Der Mensch darf sich nicht vor dem Leben fürchten”   (Daniil Charms)